Eine Reise vom Ozean bis zum Himmel
und wieder zurück zum Ozean

Ozean_Himmel

Der kleine Wassertropfen

Meine Grüße an alle heilige Seelen….

Wenn ein kleiner Wassertropfen den Wunsch hat, die Welt da draußen zu sehen, und sich vom Ozean löst und gen Himmel hüpft, sobald er sich von der Kollektivität des Ozeans ablöst, transformieren die heißen Sonnenstrahlen in dem Moment den Tropfen in Dampf; und wenn er dann Dampf ist, bewegt er sich am Himmel. Gleichermaßen nimmt die Seele automatisch, sobald sie sich vom Ozean mit Namen Paramatma (Gott, Universelles Bewusstsein) ablöst, die Form eines Körpers oder sonst einer physischen Form an. Dann kommt der Tropfen, losgelöst vom Ozean, in Form von Regen auf die Erde. Der Tropfen ist losgelöst und aufgrund seiner Losgelöstheit fällt er auf den Stein, wird dann wieder zu Dampf und zieht über den Himmel. Im nächsten Jahr, landet er erneut in Form von Regen auf der Erde, in den heißen Sanddünen der Wüste, und dadurch, dass er in der Wüste landet, wird er blitzschnell vom Tropfen in Dampf transformiert. Und auch gegen seinen Willen, muß er zurück in den Himmel gehen.

 

 

Die Wolke des Satgurus

Wenn die Mühen des Wassertropfens immer wieder scheitern, gewinnt er – dank seiner Erfahrungen – das Wissen, dass die Reise vom Himmel zum Ozean niemals alleine möglich ist. Dann geht er am Himmel auf die Suche nach weiteren Tropfen wie er selbst. Am Himmel sieht er eine riesige Wolke in Form eines Satgurus. Diese riesige Wolke in der Form des Satgurus ist mit Hunderttausenden anderer heiligen Seelen und Hunderttausenden von Tropfen verbunden. Diese Wolke hat keine eigene Form, kein eigenes Gesicht, keine eigene Farbe, diese enorme Wolke ist lediglich eine Kollektivität von Hunderttausenden von Wassertropfen. Gleichermaßen hat der Siddha Satguru (Asketischer Erleuchteter Meister) kein Gesicht, keine Farbe, keine Form für sich. Der Satguru, einzig und allein, ist lediglich eine enorme Kollektivität von Hunderttausender reiner Seelen. Die Tropfen geben sich dieser enormen Wolke hin. Der Tropfen bleibt kein Tropfen mehr, er wird in eine riesige Wolke transformiert. Und wenn es wieder regnet, landet er mitsamt dieser riesigen Wolke auf der Erde. Sowie sie auf der Erde existiert, wird die riesige Wolke eins mit einem kleinen Fluss, geht vom kleinen Fluss zum großen Fluss über und der große Fluss vermischt sich mit dem Fluss Ganges. Nach der Verschmelzung mit dem Ganges, fließt der Fluss endlich in den Ozean.

 

 

Auf diese Weise geht die Reise des kleinen Tropfens vom Himmel in den Ozean vonstatten. In gleicher Weise wird die Seele auf ihrer Lebensreise, ganz gleich, wie sehr sie Paramatma (Gott, universelles Bewusstsein) zu erreichen versucht, nie durch ihr alleiniges Bemühen erfolgreich sein. Die Seele erlangt Wissen durch ihre Erfahrungen und verbindet sich mit der Kollektivität göttlicher Seelen durch das Medium des Satgurus. Nur durch kollektive Bemühung verschmilzt die Seele mit Gott. Die Existenz der Seele verbleibt in dem Zustand von reinen und heiligen Seelen.

Und dieser reine Zustand der Seele wird Moksha (Erlösung) genannt. Dies ist der eine, vollständige Zustand der Seele. Meine Gebete, dass ihr euch alle mit der Kollektivität reiner Seelen verbindet und Paramatma erreicht.

Mit viel Segen für euch alle

Namaskar

(Audio-Nachricht vom 24.04.2020)